Bedeutung für Wien

Der Hafen Wien ist bereits heute der größte Donauhafen Ostösterreichs- und immer noch werden seine vielseitigen logistischen Möglichkeiten weiter ausgebaut und seine Kapazitäten stetig erhöht. Seine große Stärke liegt darin, 2000 Kilometer vom Schwarzen Meer und 1500 Kilometer von der Nordsee entfernt als das größte trimodale Logistikzentrum in Österreich gleichzeitig Transportwege zu Wasser, auf der Schiene und auf der Straße zu verbinden - der ideale Standort also, um verschiedene Güter und Waren zu verfrachten, in Containern zu lagern, zu handeln und zu verwalten.

Wirtschaftsstandort

Auf der Fläche von 3 Millionen Quadratmetern befinden sich neben der in der Wien Holding angesiedelten Wiener Hafen-Gruppe weitere 120 private Unternehmen - darunter etwa 40 Speditionen - um die profitablen Vorzüge des Hafen Wiens wirtschaftlich zu nutzen und für ihre Zwecke die geeigneten Objekte zu mieten. Die Spannweite des Mietangebots reicht von kleineren Büros über Lagerflächen, Abstellplätzen für Fahrzeuge oder LKWs bis zu weiten Arealen für ganze Betriebe. Der Hafen Wien ist mit  rund 5.000 Arbeitsplätzen ein wichtiger Beschäftigungsstandort für eine ganze Region geworden.

Logistikumschlagplatz

Insgesamt wurden am Hafen Wien im Jahr 2016 rund 7 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, davon etwa 50 Prozent per LKW, 40 Prozent per Bahn und 10 Prozent per Schiff. Im Jahr 2016 wurden etwa 72.000 Fahrzeuge abgefertigt. Pro Woche führen 120 Züge Container zu den großen europäischen Seehäfen wie Hamburg, Bremerhaven, Rotterdam und Duisburg und weitere Züge zu wichtigen Knotenpunkten in Osteuropa wie Bratislava und Budapest. Somit hat sich der Hafen Wien zu einer zentralen Schnittstelle im Überseecontainerverkehr entwickelt, die durch zusätzliche Zugverbindungen mit Köln und Sopron noch weiter ausgebaut wird.

"Nahversorger" 

Eine Vielzahl der Waren, die in Wien angeboten oder verarbeitet werden, werden mittlerweile über den Wiener Hafen umgeschlagen. Mit über 440.000 Containereinheiten/Jahr wird diese Tatsache eindrucksvoll veranschaulicht. Ob Rohstoffe oder Düngemittel, ob Bau- oder Brennstoffe, ob Streusalz oder Getreide - der Hafen Wien ermöglicht einen sicheren und effizienten Umschlag von Stück- und Schüttgut. Besonders deutlich wird der Stellenwert des Wiener Hafens anhand des PKW-Transportes: Bereits jeder fünfte PKW macht im Hafen Wien zumindest Zwischenstation, ehe er an Händler und Endkunden geht.

Klima- und Umweltschutz

Der kombinierte Verkehr ist heute ein fester Bestandteil des logistischen Alltags und die Zuwachsraten im Containerumschlag steigen ständig an. Der Hafen Wien entwickelt logistische Gesamtkonzepte mit dem Ziel der Schonung von Mensch und Natur durch die Modernisierung der Transportwege. Über den - den Straßenverkehr entlastenden - Wasserweg werden auf fast 2000 Schiffen vor allem Mineralölprodukte, Baustoffe und landwirtschaftliche Produkte an den Hafen Wien transportiert, wo jährlich rund 440.000 Container-Einheiten zu Verfügung stehen.
 Der Containerterminal wird seit 2006 verstärkt technisch hochgerüstet, die Lagerhallen vergrößert, die Infrastruktur für Schiene und Strasse verbessert und der Hochwasserschutz optimiert. Das Kranterminal wurde im April 2013 um eine dritte Containerbrücke erweitert.

Im Hafen Freudenau  wurden in den letzten Jahren 30.000 m² Hafenbecken verlandet um neue Umschlags- und Lagerflächen zu gewinnen. Bis 2015 wurden nochmals 30.000 m² geschüttet, parallel dazu erfolgt die Planung für die Erweiterung des Container Terminals.

Tourismusfaktor

Abgesehen vom Güterverkehr wird auf der Donau auch die traditionelle und sehr beliebte Personenschifffahrt der DDSG Blue Danube erfolgreich betrieben. Vom Schifffahrtszentrum starten Donaurundfahrten in die Wachau oder Themenfahrten wie die Wiener Kaffeehaus Tour oder eine bunte Kindergeburtstagsfeier. Selbst zügig reisen lässt es sich auf der Donau: In nur 75 Minuten gelangt man mit dem TWIN CITY LINER von Wien nach Bratislava, vollklimatisiert, mit Panoramafenster oder auf dem Freideck. Das bei der Wiener Reichsbrücke gelegene und von der Tochtergesellschaft Wiener Donauraum betriebene Schifffahrtszentrum dient als Entree für Touristen, die von Donau-Kreuzfahrtschiffen aus Wien entdecken.

Mit dem Erwerb des Sportboothafens Marina Wien zu Beginn 2009 erfuhr die Vielseitigkeit des Wiener Hafens eine weitere Bereicherung. Für den Yachthafen ist eine Erweiterung des Freizeitangebotes geplant. Unter anderem wird auch das Restaurant saniert, sowie im Zuge der Anbindung an die U2 ab November 2010 auch an einer neuen bzw. zusätzlichen Nutzung der umliegenden Flächen bei der Marina gearbeitet. 

  • Hafen Freudenau © LBS Redl
  • Hafen Freudenau © LBS Redl
  • Hafen Albern © LBS Redl
  • Hafen Lobau © LBS Redl
  • Schiff © LBS Redl
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